Maßnahmen zum Brandschutz

Brandschutz ist ein Thema, das uns alle angehen sollte, ob gleich bei der Planung eines Hauses oder zur Nachrüstung mit geeigneten Maßnahmen. Folgende Fakten machen deutlich, was Feuer anrichtet:

  • In Österreich brennt es etwa 25.000 Mal innerhalb eines Jahres,
  • Zwischen 50 und 100 Menschen sterben bei Bränden, 300 weitere werden schwer verletzt.
  • Die Schadenssumme beträgt ca. 220.000.000 Euro.
  • 60 Prozent dieser Brände passieren in privaten Haushalten – mit steigender Tendenz.

In privaten Haushalten entstehen die meisten Brände durch

  • Wärmegeräte wie Kaffeemaschinen, Heizdecken, Tauchsieder, Bügeleisen und Wasserkocher
  • Offenes Feuer im Kamin oder Grill, wenn kein Sicherheitsabstand wegen des möglichen Funkenfluges eingehalten wird.
  • Geräte der Unterhaltungselektronik, wenn keine ausreichende Belüftung erfolgt. Schrankfächer und Einbauten dürfen nicht zu eng am Gerät liegen.
  • Unvorsichtiges Ausleeren von Aschenbechern in nicht geeignete Behälter – metallene Behälter sind die einzig richtige Art, heiße Asche auskühlen zu lassen.
  • Putzmittel und Lappen enthalten oft feuergefährliche Substanzen, desgleichen Haarsprays und andere Substanzen in Sprühbehältern. Bei diesen Dingen sollte man auf keinen Fall während des Sprühens rauchen und außerdem vermeiden, sie in der Nähe von offenem Feuer zu verwenden.
  • In der Küche gibt es zwei Sachen, die schnell in Brand geraten können: zu heiß gewordenes Fett in Pfanne, Topf oder Friteuse und der Filter der Dunstabzugshaube. Hierin sammelt sich altes Fett, das sehr viel schneller Feuer fängt als frisches. Die Filter müssen regelmäßig gegen neue ausgetauscht werden!

Einem großen Feuer geht meist ein kleiner Brandherd voraus, den man im Entstehen bekämpfen kann. Feuerlöscher sollten stets griffbereit stehen oder hängen und nicht in einer dunklen Ecke versteckt werden. Feuerlöschdecken gehören unbedingt in die Küche: Brennendes Fett wird NIEMALS mit Wasser gelöscht, sondern mit solchen Decken erstickt.

Feuerlöscher gibt es in verschiedenen Ausführungen und Größen. Für Zuhause eignen sich die Modelle der Brandklasse W, die Fettbrandlöschmittel enthalten und brennende Feststoffe löschen. Außerhalb der Küche kann man die Brandklasse PG wählen, die ABC-Schaum enthält und Feststoffe, Flüssigkeiten und Gase löscht, aber keinen Fettbrand! Auch die Füllmenge eines Feuerlöschers ist entscheidend: Die kleinsten Varianten mit einem oder zwei Kilogramm löschen nur für 2 bis 4 Sekunden! In diesen Sekunden den Brandherd zu treffen, ist schwierig, daher sollte man zu den größeren Volumen greifen, die zwischen 10 und 18 Sekunden ihre Ladung entlassen.

Der Bewohner wurde im Schlaf vom Feuer überrascht – wie oft liest man dies in Zeitungen, dabei ist die Aus- und Nachrüstung jedes Wohnraums mit Rauchmeldern so einfach und preiswert. Die Rauchmelder reagieren bei der kleinsten Menge, geben ein durchdringendes lautes Signal von sich, bei dem jeder Mensch aufwacht. Das Gefährliche an einem Brand ist das Kohlenmonoxid, das im Schlaf eingeatmet wird und den Menschen erstickt – nur wenige Menschen kommen tatsächlich durch Verbrennen ums ihr Leben, sondern sind vorher erstickt. Der Rauchmelder ist ein unkomplizierter Schutz, der sich an jeder Zimmerdecke anbringen lässt.

Wer ein Haus neu baut, sollte darüber nachdenken, eine Sprinkelanlage zu installieren. Bei den Baumaterialien ist auf die Brandwiderstandsklasse zu achten, die Schlimmes verhindern kann.

 

 

 

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Raumbau Josef Reumiller, Hard
Inn-Tro, Lustenau

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