Autokauf im alten Jahr – auch steuerlich sinnvoll?

Autokauf im alten Jahr – auch steuerlich sinnvoll?
von Steuerexperten Mag. Christian Zobel

Mag. Christian Zobel, Steuerberater aus Bludenz informiert über wichtige Steuertipps auf schaffa.atFür PKWs gibt es im Steuerrecht eine Reihe von Besonderheiten zu beachten. Im Allgemeinen bekannt sind die Bestimmungen wonach bei Anschaffung eines PKWs (ausgenommen sogenannte Fiskal-LKWs) kein Vorsteuerabzug zusteht und wertabhängige Aufwendungen (insbesondere die Abschreibung) nur bis zur sogenannten Luxusgrenze von 40.000 Euro steuerlich geltend gemacht werden können. Grundsätzlich gilt, dass ab einer betrieblichen Nutzung von 50% zwingendes Betriebsvermögen vorliegt (Überwiegensgrundsatz) und die laufenden Aufwendungen sowie die jährliche Abschreibung Betriebsausgaben darstellen. Die Privatnutzung ist durch Ansatz eines Privatanteiles bzw. Anwendung der Sachbezugsverordnung zu berücksichtigen. Im Falle des Vorsteuerabzuges bei Anschaffung (zB Fiskal-LKWs), liegt im Ausmaß der Privatnutzung ein mit 20% zu versteuernder Eigenverbrauch vor.

Wenn im alten Jahr noch ein betriebliches Fahrzeug angeschafft wird, so steht dem Unternehmer noch die Halbjahresabschreibung zu. Aufgrund der zwingend anzusetzenden Nutzungsdauer von 8 Jahren bei PKWs und einer üblichen Nutzungsdauer von 5 Jahren bei LKWs führt dies über die Abschreibung zu einer zusätzlichen Betriebsausgabe von 6 ¼% der Anschaffungskosten bei PKWs und 10% bei LKWs im alten Jahr. Bei einem hohen Grenzsteuersatz entspricht dies doch einem zusätzlichen „Steuerrabatt“ von 3 bis 5% der Anschaffungskosten im alten Jahr.

Weniger bekannt ist, dass auch bei Abschluss eines PKW-Leasingvertrages im alten Jahr über den sogenannten Leasing-Ausgleichsposten steuerlich ein Abzugsposten geschaffen werden kann, der die gleiche Steuerersparnis wie die Halbjahresabschreibung (fiktive Betriebsausgabe in Höhe von 6 ¼% der Anschaffungskosten) bringt, obwohl allenfalls nur die Leasingrate für Dezember zu bezahlen ist.

In den 13%igen Gewinnfreibetrag kann nur die Anschaffung von (neuen) LKWs, jene von PKWs leider nicht eingerechnet werden.

Und zum Schluss noch ein Tipp für Autos über der Luxustangente: Wenn diese über eine GmbH zur Verfügung gestellt werden, so sind zwar im EUR 40.000 (Luxusgrenze) übersteigenden Ausmaß die wertabhängigen Aufwendungen steuerlich nicht abzugsfähig und kürzen daher nicht die Bemessungsgrundlage für die 25%ige Körperschaftsteuer. Die Anschaffungskosten bzw. die Leasing-Raten werden jedoch nach wie vor von der Gesellschaft bezahlt. Dies führt im Regelfall noch immer zu einem Steuervorteil von 25% gegenüber von mit ausgeschütteten (und dem Kapitalertragsteuer-Abzug unterliegenden) Gewinnen gekauften Fahrzeugen im Privatvermögen.

(Steuerfreie) Mitarbeitergutscheine zu Weihnachten
Der Vorteil aus der Teilnahme an einer Betriebsveranstaltung ist bis zu einem Betrag von höchstens 365 EURO jährlich steuer- (und sozialversicherungs-) frei. Für Sachzuwendungen können zusätzlich 186 EURO jährlich steuerfrei zugewendet werden. Im Unternehmen liegt selbstverständlich zur Gänze eine Betriebsausgabe vor. Die Finanzverwaltung ist bei der Handhabung der Begünstigung toleranter als die Rechtssprechung. Zu den Sachzuwendungen gehören alle Gutscheine die nicht in Geld ablösbar sind (Tankgutscheine, Einkaufsgutscheine, Autobahnvignetten, Geschenkmünzen). Auch eine Übergabe außerhalb einer Betriebsfeier wird von der Finanzverwaltung akzeptiert. Einzige Bedingung – es darf sich um keine individuelle Belohnung handeln, sondern muss allen Mitarbeitern bzw. bestimmten Gruppen zugewendet werden.

Sie können Mag. Mag. Christian Zobel unter folgender Adresse erreichen:

Mag. Christian Zobel WP/StB
Zobel & Kofler Steuerberatungspartnerschaft
Alte Landstrasse 33
6700 Bludenz
Telefon 05552 65660
E-Mail
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