Wissenswertes zum Thema Waschen und Spülen mit Sonnenenergie

Helmut Burtscher - schaffa.at Experte informiert zum Thema Waschen und Spülen mit Sonnenenergie.

Helmut Burtscher - schaffa.at Experte informiert zum Thema Waschen und Spülen mit Sonnenenergie

Wissenswertes zum Thema Waschen und Spülen mit Sonnenenergie
Von unserem Experten Helmut Burtscher

Wann ist ein Warmwasseranschluss für die Waschmaschine und den Geschirrspüler sinnvoll und was muss dabei beachtet werden? illwerke vkw Energieeffizienz-Experte DI (FH) Helmut Burtscher gibt wertvolle Tipps.

Eine Waschmaschine und ein Geschirrspüler sind praktisch in jedem Haushalt zu finden. Beide Geräte benötigen Warmwasser für den Betrieb. Dazu wird das Wasser mithilfe einer Elektroheizung in den Geräten auf die gewünschte Temperatur erhitzt.

Dieser Vorgang ist im Durschnitt für rund zehn Prozent des jährlichen Stromverbrauchs im Haushalt verantwortlich. In der Regel ist es technisch ohne Probleme möglich beide Haushaltsgeräte, Waschmaschine und Geschirrspüler, an das Warmwasserleitungsnetz anzuschließen. Dadurch können Stromverbrauch und Kosten erheblich gesenkt werden – vor allem dann, wenn eine thermische Solaranlage zur Verfügung steht. Gerade im Sommer, wenn ausreichend Sonnenenergie zur Verfügung steht, wird dadurch der Ertrag der Sonnenkollektoren erhöht.

Geschirrspüler

Die meisten Geschirrspüler im Handel können wahlweise an Kalt- oder Warmwasser mit einer maximalen Zulauftemperatur von 60°C angeschlossen werden. Informationen dazu finden Sie in der Gebrauchsanweisung. Der Umbau vom üblichen Kalt- zum Warmwasseranschluss ist für gewöhnlich unproblematisch, da der Geschirrspüler meist neben dem Spülbecken in der Küche steht und dort ohnehin ein Warmwas-seranschluss vorhanden ist. Beim Warmwasseranschluss des Spülbeckens muss lediglich ein Doppel-ventil eingebaut werden. Die Kosten sind gering. Bitte wenden Sie sich im Bedarfsfall an einen Installateur.

Waschmaschine

Die Waschmaschine sollte über zwei getrennte Wasseranschlüsse für Warm- und Kaltwasser verfügen. Darauf gilt es bereits bei der Anschaffung zu achten. Bei bereits vorhandenen Waschmaschinen kann ein so genanntes „Vorschaltgerät“ nachgerüstet werden. Ein Vorschaltgerät für die Waschmaschine mischt die Wassertemperatur auf einen zuvor eingestellten Wert – zum Beispiel 40°C – und gibt in der Betriebszeit nur kaltes Wasser an die Waschmaschine ab. Darüber hinaus kann eingestellt werden, ob der Waschgang mit oder ohne Vorwäsche ablaufen soll. Für das Vorschaltgerät müssen in der Nähe des Aufstellortes der Waschmaschine zwei Zapfhähne – jeweils für Kalt- und Warmwasser – vorhanden sein.

Verluste vermeiden

Waschmaschinen und Geschirrspüler neuester Generation benötigen für den Waschgang nur wenig Wasser. Das bedeutet, dass bei einem Anschluss an das Warmwassernetz das Warmwasser sofort zur Verfügung stehen muss. Lange Leitungswege vom zentralen Warmwasserspeicher zum Geschirrspüler bedingen unerwünschte Verluste. Als Faustregel gilt: Es sollten nicht mehr als 1,5 Liter Wasser gezapft werden, bis die Temperatur an der Warmwasserzapfstelle mindestens 45°C beträgt.

Fazit

Wer sein Warmwasser umweltschonend aus einer Solaranlage bezieht und kurze, gut gedämmte Zuleitungen hat, sollte Waschmaschine und Geschirrspüler mit Warmwasser betreiben. Bei Zweifel oder Unsicherheit kontaktieren Sie bitte den jeweiligen Hersteller oder Fachhändler.

Mehr Informationen zum Thema Energieeffizienz finden Sie unter www.vkw.at.

Dieser Beitrag wurde unter Energie veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentare sind geschlossen.